Arbeiten im Stehen – oder doch lieber im Sitzen?

„Sitzen ist das neue Rauchen.“ – Sicherlich ist das zugespitzt formuliert, gleichwohl kursiert die These bereits seit einigen Jahren hartnäckig im Netz. Tatsächlich zeigen verschiedene Studien, dass regelmäßiges, langes Sitzen der Gesundheit schadet. Verspannungen und Übergewicht sind nur einige Beispiele für mögliche Auswirkungen von langem Sitzen. Doch ist die Alternative des Stehens damit automatisch gesünder? Dieser Frage gehen wir in unserem Beitrag auf den Grund und klären, inwieweit Arbeiten im Stehen die Ergonomie am Arbeitsplatz fördert.

Wie gesund ist Arbeiten im Stehen?

Welche Vorteile hat Arbeiten im Stehen?

Arbeiten im Stehen kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Das wurde durch mehrere Studien belegt.
Wer bei der Arbeit steht,

  • entlastet seinen Rücken und beugt Schmerzen in diesem Bereich vor,

  • fördert die Durchblutung, was nebenbei die kognitive Leistung erhöht,

  • vermittelt Selbstbewusstsein, da die Stimme im Stand an Dynamik und Kraft gewinnt,

  • nimmt besser ab, weil im Stehen mehr Kalorien verbraucht werden als im Sitzen,

  • kann tiefer einatmen und nimmt so mehr Sauerstoff auf,

  • hat mehr Bewegungsfreiraum und ist während der Arbeit aktiver.

Steharbeitsplätze haben für Sie und Ihre Mitarbeiter*innen also zahlreiche Vorteile. Doch sollte das Arbeiten im Stehen keinesfalls als Allheilmittel angesehen werden. Zu langes Stehen belastet nämlich die Hüftgelenke und kann den Venendruck in den Beinen erhöhen. Damit das nicht passiert und vor allem die Vorteile der Steharbeit zum Tragen kommen, empfiehlt sich eine Mischung aus Stehen und Sitzen. Für einen solchen Sitz-Steh-Arbeitsplatz erweisen sich höhenverstellbare Büromöbel als ideale Lösung. Ein Schreibtisch, der elektrisch ist und per Knopfdruck rauf- und runtergefahren werden kann, ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen beiden Modi und unterstützt dadurch ein gesundes Arbeiten.

Tipp:

Möchten Sie die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter*innen noch weiter verbessern, können Sie weitere Veränderungen vornehmen. Eine gute Beleuchtung sowie eine stimmige Farbpalette im Büro sind beispielsweise zwei Aspekte, die Sie neben einer möglichst ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung berücksichtigen können.

Arbeiten im Stehen – (auch) eine Frage der Haltung

Damit Sie beim Arbeiten im Stehen bestmöglich von den Vorteilen der Steharbeit profitieren, sollten Sie auf eine gesunde Körperhaltung achten:

  • Stehen Sie aufrecht und gerade und vermeiden Sie nach vorne gebeugte Positionen.

  • Versuchen Sie, die Schultern möglichst entspannt zu halten.

  • Damit Sie beim Arbeiten schmerzfrei stehen, sind bequeme Schuhe eine wichtige Voraussetzung – von drückenden Schnürstiefeln oder hohen Pumps ist daher abzuraten.

  • Achten Sie bewusst darauf, nicht einfach nur stillzustehen. Ein paar gelegentliche Schritte oder das Verlagern des Gewichts beugen unangenehmen Verspannungen vor.

5 Tipps, mit denen der Umstieg zum Arbeiten im Stehen gelingt

So gesund ein gelegentliches Arbeiten im Stehen auch ist, eine neue Routine mit Arbeitsphasen im Stehen muss sich erst einmal etablieren. Deshalb kommen hier die fünf besten Tipps für den Umstieg:

Tipp 1: langsam anfangen

Der Bewegungsapparat benötigt meist eine Weile, bis er sich an das Arbeiten im Stehen gewöhnt. Deshalb ist es ratsam, mit kurzen Stehphasen zu beginnen und diese nach und nach zu verlängern – bis Sie zu einer Mischung aus Steh- und Sitzphasen gefunden haben, mit der Sie sich wohlfühlen.

Tipp 2: Hilfsmittel nutzen

Gerade am Anfang kann ein kleiner Hocker am Schreibtisch helfen. Diesen können Sie als Fußstütze verwenden, um ab und zu Ihr Gewicht zu verlagern. Das erleichtert das Arbeiten im Stehen und motiviert Sie, an der neuen Routine festzuhalten.

Tipp 3: optimale Schreibtischhöhe berechnen

Damit Sie schnell eine Entlastung spüren, sollte Ihre Arbeitsfläche die richtige Höhe haben. Stellen Sie die Schreibtischplatte so ein, dass Ihre Unterarme bequem aufliegen.

Tipp 4: harte Untergründe meiden

Fußböden aus Stein oder Beton sind für ein längeres Arbeiten im Stehen eher ungünstig. Eine weiche Bodenschutzmatte oder ein Teppich wiederum sorgen dafür, dass der Fuß unmerklich in Bewegung bleibt. So werden die Beine nicht so schnell schwer und das Arbeiten im Stehen gelingt besser.

Tipp 5: Sensibilität trainieren

Möchten Sie zu einer gesunden Arbeitsroutine finden, achten Sie bewusst auf die Signale, die Ihr Körper sendet. Bemerken Sie, dass das Arbeiten im Stehen Sie anstrengt? Das ist ein Zeichen, wieder in eine Sitzposition zu wechseln. Umgekehrt sollten Sie Ihren Schreibtisch hochfahren und aufstehen, wenn das Sitzen Sie anstrengt.

Extra-Tipp:

Planen Sie eine größere Umstrukturierung Ihrer Büroräume und möchten ein ergonomisches Konzept umsetzen? Dann unterstützen wir von GSE. System Sie gerne bei der Planung und Realisierung Ihres Projektes. Gemeinsam finden wir eine Lösung, die auf Ihre Räumlichkeiten und Ansprüche zugeschnitten ist.

Sitzen Sie noch oder stehen Sie schon?

Arbeiten im Stehen ist gut für die Gesundheit und kann zudem die Denkleistung erhöhen. Eine clevere Möglichkeit für eine Arbeitsroutine mit Stehphasen bieten höhenverstellbare Schreibtische. Diese ermöglichen einen flexiblen Wechsel zwischen dem Arbeiten im Stehen und Sitzen und helfen Ihnen dabei, Ihre neue Routine für mehr Bewegung am Arbeitsplatz zu etablieren.