Auf die Arbeitsmodi kommt es an! Raumkonzepte nach Tätigkeiten konzipieren

Neue Arbeit benötigt eine Kommunikation, die auf Vertrauen basiert, und funktioniert nur dort wirklich gut, wo ein flexibles, selbstbestimmtes sowie verantwortliches Handeln möglich ist. Um den Anforderungen moderner Arbeitsmodelle gerecht zu werden, haben sich in den letzten Jahren unterschiedliche Arbeitsmodi und Raumkonzepte etabliert. In diesem Beitrag stellen wir die verschiedenen Modi vor und verraten, welche Raumkonzepte zu welchen Tätigkeiten passen.

6 Arbeitsmodi und was sie für die Bürogestaltung bedeuten

Arbeit 4.0: Das bedeuten New-Work-Konzepte für die Bürolandschaft

In diversen Büros bilden flexibles und hybrides Arbeiten den neuen Standard. Kreativität, Agilität und Teamwork sind gefragter denn je. Und auch die Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt an Relevanz. Kurz gesagt: Die Transformation der Arbeitswelt ist in vollem Gange. Bemerkbar macht sich diese Entwicklung auch in der Büromöbelbranche. Neues Arbeiten verlangt von den Verantwortlichen in Unternehmen, Räume neu zu denken und Bürokonzepte auf die innovativen Arbeitsmodelle anzupassen.

 

Der Trend geht klar in Richtung „Multi Space“. Doch worauf kommt es dabei an? Ein multifunktionales Office will gut geplant sein. Damit die Arbeitsumgebung möglichst positiv auf die Motivation und das Leistungsvermögen der Mitarbeitenden wirkt, sollten ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und Aufgaben berücksichtigt werden. Eine Auseinandersetzung mit den Arbeitsmodi, in denen das Team agiert, erweist sich als wertvolle Hilfe. Ist erst einmal klar, welche Tätigkeiten den Büroalltag dominieren, können Sie daraus gut ein Raumkonzept ableiten. Wir stellen Ihnen in den folgenden Absätzen sechs verbreitete Modi vor und erklären, welche Raumlösungen den jeweiligen Arbeitsmodi entsprechen:

#1 Der Tunnel-Modus – ungestörtes Arbeiten im Flow-Zustand

Zum Tunnel-Modus zählen geplante Telefonkonferenzen ebenso wie jene Arbeitsphasen, in denen ganze Aufgabenblöcke hochkonzentriert „weggearbeitet“ werden. Hier ist absolutes Stillschweigen geboten, um die Konzentration nicht zu stören. Gibt es im Team Mitarbeitende, die häufig in Stillarbeit tätig sind, bieten abgetrennte, schallgeschützte Kabinen im Büro geeignete Arbeitsplätze.

#2 Im Einzel-Modus fokussiert arbeiten

Temporäre Einzelarbeit oder die Zusammenarbeit in Teams mit geringem Gesprächsbedarf funktioniert hervorragend an Tischgruppen mit zwei bis sechs Arbeitsplätzen. Äußerst praktisch sind bei diesen und ähnlichen Arbeitsmodi Shared-Desk-Konzepte. Ist zumindest ein Teil der Belegschaft nur wenig bis gar nicht im Büro anwesend, können durch Desk Sharing überflüssige, nicht genutzte Schreibtische vermieden werden, was wiederum Raum für andere Elemente lässt – etwa eine Leseecke.

#3 Angeregt austauschen und diskutieren – im Dialog-Modus

Feedbackrunden, Meetings und Besprechungen, aber auch lockere Gespräche zwischendurch – im Dialog-Modus steht Kommunikation an erster Stelle. Möchten Sie in Ihrem Büro einen Raum für Gespräche und Diskussionen schaffen, empfiehlt sich ein abgetrennter Bereich mit einem Tisch sowie einigen bequemen Stühlen. Meeting-Equipment wie ein Monitor, eine Webcam und ein Whiteboard vervollständigen die Ausstattung.

Tipp: Neben den verschiedenen Arbeitsmodi, die in Ihrem Unternehmen relevant sind, wollen auch die unterschiedlichen persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden bedacht sein. Ist nämlich manchen konzentriertes Arbeiten erst in einer ruhigen Umgebung möglich, brauchen andere ein belebtes Ambiente, um sich bei der Arbeit wohlzufühlen. Für ein Konzept, mit dem alle zufrieden sind, können Sie Ihre Mitarbeiter*innen in die Planung einbeziehen und Räume in unterschiedliche Bereiche einteilen.

#4 Gemeinsam mehr erreichen – bei Tätigkeiten im Team-Modus

Teaminternes Arbeiten, kollektives Brainstorming und schnelle Wechsel zwischen den Arbeitsmodi „Dialog“ und „Einzel“ benötigen vollwertige Arbeitsplätze mit kurzen Laufwegen – bestenfalls sitzen alle Mitglieder einer festen Arbeitsgruppe an einer gemeinsamen Tischgruppe. So lassen sich Fragen direkt klären und Absprachen unkompliziert treffen. Als positiven Nebeneffekt kann eine solche Arbeitsplatzgestaltung außerdem den Teamgeist fördern.

#5 Zielführende Besprechungen sind im Meeting-Modus das A und O

Stehen öfter Seminare oder Konferenzen auf der Agenda, lohnt sich die Einrichtung eines Workshop Space. Wochenlange Projektarbeit im Team gelingt darin ebenso gut wie formelle Besprechungen und Kundengespräche. Zur Grundausstattung zählen gemütliche Sitzelemente sowie einige Stehtische und mobile Möbel, die sich bei Bedarf einfach umstellen lassen. Für Arbeiten in Kleingruppen lässt sich der Raum mit wenigen Handgriffen in kleinere Arbeitsbereiche unterteilen.

Tipp: Sie haben erste Ideen, wie Sie Ihr Büro gestalten möchten und suchen Unterstützung bei der finalen Planung und Umsetzung? Wir von GSE. System stehen Ihnen gerne zur Seite. Gemeinsam finden wir zu einem Konzept, das zu Ihnen, Ihrem Team und Ihren Arbeitsmodi passt.

#6: Kontakte knüpfen im Social-Modus

Abwechslung fördert die Freude an der Arbeit – deshalb kann es sinnvoll sein, einen Raum für Kaffeepausen und den teamübergreifenden Austausch einzuplanen. Eine Kaffeeecke oder eine Küchenzeile laden zu gemeinsamen Pausenzeiten ein und können den Zusammenhalt im Team unterstützen. Ist viel Platz vorhanden, stellen ein Tischkicker und informelle Sitzmöglichkeiten mit Lounge-Flair eine schöne Ergänzung dar.

Ein Büro für sämtliche Arbeitsmodi ist auch eine Frage der Technik

Neues Arbeiten meint oftmals Activity-based Working. Das bedeutet nichts anderes, als dass alle Mitarbeiter*innen selbst entscheiden, wann und in welchen Arbeitsmodi sie ihre Aufgaben erledigen. Kommt eine Mischung aus Präsenzarbeit und Home-Office hinzu, können Abläufe durch ein technisches Upgrade vereinfacht werden. Um beispielsweise zu verhindern, dass an Ihre Mitarbeiter*innen an den begrenzt verfügbaren Plätzen – etwa für ruhige Arbeitsmodi wie „Tunnel“ oder „Einzel“ – Schlange stehen, kann ein smartes Buchungssystem eingeführt werden. So lässt sich bereits aus dem Home-Office einsehen, zu welchen Zeiten die entsprechenden Arbeitsplätze verfügbar sind. Mobile Endgeräte sowie einheitliche Laptop-Dockingstations vereinfachen zusätzlich das Teilen von Arbeitsplätzen.

Raum und New Work – Büros optimal auf unterschiedliche Arbeitsmodi zuschneiden

Die Arbeitsumgebung hat einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter*innen und kann zudem die Qualität sowie die Effizienz der Arbeit beeinflussen. Wer die Raumwirkung im Sinne aller Mitarbeiter*innen nutzen will, sollte eine Umgebung schaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Aufgaben optimal entspricht. Mit dem Aufkommen neuer Arbeitswelten gilt dieser Anspruch umso mehr. Ein erster Schritt zur Umsetzung einer neuen Raumlösung ist die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Arbeitsmodi. Haben Sie ein Bild gewonnen, welche Anforderungen der Büroalltag in Ihrem Team an die Bürofläche stellt, ist eine solide Basis gelegt, um die Arbeitsplätze neu- und umzugestalten.