Beleuchtung am Arbeitsplatz: 5 Tipps für ein effizientes Arbeiten

Produktivität und Ergonomie am Arbeitsplatz werden durch verschiedene Faktoren bestimmt – und sind unter anderem eine Frage der Lichtverhältnisse. Bereits feine Anpassungen von Leuchtfarbe und Lichtstärke im Büro sowie eine geschickte Platzierung der Lampen verbessern das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter*innen maßgeblich. Darüber hinaus kann die Beleuchtung am Arbeitsplatz als Design-Element in die vorhandene Einrichtung miteinbezogen werden und so zu einem stimmigen Ambiente beitragen. Lesen Sie hier, worauf es bei der Auswahl der passenden Lichtquellen ankommt.

Lichtstärke, Leuchtfarbe und Co.: Bei der Beleuchtung am Arbeitsplatz gibt es einiges zu beachten.

Diese Normen und Gütekriterien gelten für die Beleuchtung am Arbeitsplatz

Bei der Planung der Beleuchtung im Büro sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Damit die Lichtverhältnisse für Ihre Mitarbeiter*innen optimal ausfallen, ist es beispielsweise wichtig, eine möglichst natürliche Lichtumgebung zu schaffen. Grelles Kunstlicht und zu starke Kontraste begünstigen eine Herabsetzung der Produktivität durch Stress und Kopfschmerzen, wohingegen Tageslicht der Erschöpfung entgegenwirkt. Sind Sie auf der Suche nach einem ausgeklügelten Lichtkonzept für ein effizientes Arbeiten, empfiehlt sich eine Orientierung an den folgenden Gütekriterien:

  • Hohe Schwankungen der Leuchtdichten sowie der Lichtfarben lassen die Augen ermüden, da sich diese bei jeder Änderung der Blickrichtung neu an die jeweiligen Lichtverhältnisse anpassen müssen. Um dem vorzubeugen, sollten eine harmonische Leuchtdichteverteilung sowie eine gleichmäßige Farbgestaltung beim Arbeiten gegeben sein.
  • Mindestens 500 Lux sind für die Beleuchtung am Arbeitsplatz laut Arbeitsstättenverordnung vorgeschrieben, damit ein ergonomisches Arbeiten möglich ist. Experten raten oft sogar zu höheren Lichtstärken von bis zu 1.000 Lux – etwa bei filigranen Präzisionsaufgaben, die viel Helligkeit erfordern.
  • Trifft Licht unmittelbar auf das Auge, beeinträchtigt das auf Dauer den Sehkomfort. Gerade bei Bildschirmarbeiten ist es deshalb essenziell, dass die Beleuchtung am Arbeitsplatz blendfrei ist.
  • Damit in Ihrem Büro eine angenehme Arbeitsatmosphäre herrscht, sollte eine flimmernde Beleuchtung unbedingt vermieden werden. Flackerfreie LED-Leuchten sind hierfür eine empfehlenswerte Option.

Worauf kommt es bei der Beleuchtung am Arbeitsplatz an?

Neben den genannten Gütekriterien gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, welche die Beleuchtung am Arbeitsplatz beeinflussen und auf die bei der Lichtplanung Rücksicht zu nehmen ist. Es folgen fünf Tipps, mit denen die perfekte Bürobeleuchtung gelingt:

Tipp #1: Natürliches Licht am Arbeitsplatz fördert die Leistung


Das natürliche Licht der Sonne treibt die Bildung der Hormone Cortisol und Serotonin im menschlichen Körper an. Das verbessert die Konzentration und fördert zudem die Motivation. Für ein effizientes Arbeiten stellen daher große Fensterfronten eine optimale Lichtquelle dar. Sind solche in Ihrem Büro nicht vorhanden, sollten mit der künstlichen Beleuchtung am Arbeitsplatz möglichst tageslichtähnliche Verhältnisse geschaffen werden.

Tipp #2: Die richtige Lichttemperatur für jeden Bereich


Bei der Wahl der Lichtfarbe kommt es ganz darauf an, welche Wirkung Sie erzielen möchten. Grundsätzlich ist für die klassische Schreibtisch-Arbeit eine neutralweiße Farbe mit einem geringen Kontrast zum natürlichen Außenlicht anzuraten. Sehr ansprechend wirkt diese in Kombination mit einem hellen Farbkonzept bei der Bürogestaltung, welches das Licht ideal reflektiert. Je nach Arbeitsbereich bieten sich jedoch auch eine wärmere oder kältere Lichttemperatur an.

  • Warmes Licht vermittelt ein einladendes, gemütliches Flair und eignet sich damit zum Beispiel für den Empfang sowie für Flure und Pausenräume.
  • Kalte Lichtfarben wiederum sind besonders für Feinarbeiten geeignet, die viel Konzentration und eine gute Sicht benötigen. Eingesetzt in Schreibtischlampen kann kühles Licht – je nach Branche – eine wunderbare Ergänzung für die Beleuchtung am Arbeitsplatz sein.

    Tipp #3: Beleuchtung am Arbeitsplatz – direktes Licht trifft auf Hintergrundbeleuchtung


    Um ein angenehmes Arbeitsumfeld für Ihre Mitarbeiter*innen zu schaffen, empfiehlt sich eine Kombination aus direktem und indirektem Licht. So wird meist eine indirekte Beleuchtung verwendet, um den gesamten Raum zu erhellen, wohingegen ein direkter Lichtkegel die Allgemeinbeleuchtung ergänzt und Arbeitsplätze gezielt anstrahlt.

    Tipp #4: Bei der Beleuchtung am Arbeitsplatz zählt die Positionierung


    Störende Schatten können vermieden und das Risiko von Reflexblendungen geringgehalten werden, wenn die Positionierung sämtlicher Einrichtungsgegenstände stimmt. Schreibtische sollten nach Möglichkeit etwa in Fensternähe platziert sein. Bildschirme hingegen stehen idealerweise quer zum Fenster, damit es nicht zu Blendungen kommt. Ähnlich durchdacht sollte auch die Platzierung von Lampen und Leuchten ausfallen. Der künstliche Lichteinfall am Arbeitsplatz orientiert sich bestenfalls an den Strahlen des Tageslichts.

    Tipp #5: Kosten sparen mit einer energieeffizienten Beleuchtung am Arbeitsplatz


    In einem Großteil der Büros macht die Beleuchtung bis zu 50 Prozent der Gesamtenergiekosten aus. Sind Sie damit beschäftigt, ein Lichtkonzept für Ihr Büro zu erstellen, ist deshalb auch der Energieverbrauch zu bedenken. Energieeffiziente Lampen und Leuchten helfen Ihnen dabei, Stromkosten zu sparen und stellen in Sachen Leuchtmittel eine nachhaltige Alternative zu einer Ausstattung dar, die unnötig viel Strom verbraucht.

    Extra-Tipp: Gereizte Augen sind vor allem in Bürojobs ein verbreitetes Phänomen. Die Kombination aus trockener Büroluft und dem stundenlangen Starren auf Computerbildschirme lässt die Augen müde werden. Eine zu helle Beleuchtung am Arbeitsplatz verstärkt diesen Effekt. Möchten Sie Ihnen und Ihren Mitarbeiter*innen das Arbeiten erleichtern, sind spezielle Programme wie F.lux oder Twilight eine Option, um das Licht-Ambiente zu optimieren.

    Beleuchtung am Arbeitsplatz: Ein Fall für Profis

    Funktionalität, Ergonomie und Nachhaltigkeit sind das A und O einer Büroeinrichtung, die ein effizientes und zugleich entspanntes Arbeiten möglich macht. Dabei sollte in besonderem Maße das Lichtkonzept nicht vergessen werden. Gerade in Branchen, in denen die Arbeit vor Bildschirmen stark dominiert, darf die Raumbeleuchtung die Augen nicht noch zusätzlich belasten.

    Sie sind unsicher, welches Lichtkonzept das Beste für Sie und Ihre Mitarbeiter*innen ist? Wir von GSE System, Ihrem Experten für Büroplanung und Büro-Inneneinrichtung in Berlin, unterstützen Sie tatkräftig bei der Auswahl der passenden Beleuchtung für Ihr Unternehmen. Scheuen Sie keinesfalls, professionelle Beratung von unseren Quality Office Consultants oder Geprüften ArbeitsplatzExperten in Anspruch zu nehmen – ein durchdachtes Lichtkonzept ist schließlich elementarer Bestandteil einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung!