Darum ist ein gutes Raumklima am Arbeitsplatz wichtig

Ständige Zugluft, zu kalte oder zu warme Räume, stickiger Büromief. Das Raumklima am Arbeitsplatz ist besonders für Office-Mitarbeiter*innen ein maßgeblicher Faktor für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Doch ein angenehmes Raumklima zu schaffen ist keine so leichte Aufgabe. Nicht zuletzt deshalb, weil die subjektiven Wahrnehmungen der im Büro tätigen Mitarbeiter*innen nur allzu oft weit auseinandergehen – Fenster-Kleinkriege unter Kollegen*innen sind ein verbreitetes Phänomen. Glücklicherweise ist ein angenehmes Raumklima dennoch beileibe kein Ding der Unmöglichkeit. Wie Sie ein Umfeld mit gesunder Atmosphäre erzielen, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Es braucht das richtige Raumklima am Arbeitsplatz, um entspannt und fokussiert arbeiten zu können.

Welche Faktoren spielen in das Raumklima am Arbeitsplatz hinein?

Das Raumklima am Arbeitsplatz setzt sich aus vier Faktoren zusammen:

  • Temperatur,
  • Luftfeuchtigkeit,
  • Luftgeschwindigkeit und
  • Wärmeeinstrahlung.

Für jeden dieser Aspekte gibt es Richtwerte, die eine gute Orientierung für die Schaffung eines behaglichen Büros, in dem sich Ihre Mitarbeiter*innen wohlfühlen, bieten.

Die Raumtemperatur im Büro: Wie ist es weder zu warm noch zu kalt?

Ideal für das Raumklima am Arbeitsplatz sind Zimmertemperaturen von 21 bis 22 Grad Celsius. Liegen die Werte deutlich darunter, beginnen viele Menschen zu frieren. Mit klammen Händen fällt das Schreiben schwer – die Leistungsfähigkeit sowie die Motivation sinken. Damit das nicht passiert, sollte die Mindesttemperatur im Büro 20 Grad für sitzende Tätigkeiten betragen. Bei Arbeiten im Stehen sind 19 Grad Celsius perfekt. Wichtig: Auch Abweichungen vom Optimalwert in Richtung höherer Temperaturen senken das Wohlbefinden rapide. Bis zu 24 Grad (im Sommer maximal 26 Grad) gelten laut Arbeitsstättenverordnung im Büro als vertretbar.

Die ideale Luftfeuchtigkeit am Arbeitsplatz

Auch in Sachen Luftfeuchtigkeit kommt es auf das gesunde Mittelmaß an. 40 bis 65 Prozent Luftfeuchtigkeit – das ist der Rahmen, der eine angenehme Arbeitsatmosphäre gewährleistet. Ein Luftfeuchtigkeitswert, der diesen Wert überschreitet, begünstigt auf lange Sicht die Bildung von Schimmel. Und das wiederum verringert die Luftqualität am Arbeitsplatz enorm. Ist die Luft hingegen zu trocken, greift sie die auf Feuchtigkeit angewiesenen Schleimhäute der Mitarbeiter*innen an, was diese anfälliger für Krankheitserreger macht. Auch trockene, juckende Augen sind eine häufige Begleiterscheinung von zu geringer Luftfeuchtigkeit im Raum. Dabei kann die Wahrung eines gesunden Mittelwertes erstaunlich einfach sein: In der Regel genügt bereits regelmäßiges Lüften zur Regulation. Ist die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Büro allerdings trotzdem dauerhaft sehr viel höher oder niedriger als empfohlen, lohnt sich eine Investition in Luftentfeuchter beziehungsweise -befeuchter.

Luftgeschwindigkeit: Schluss mit dem Büromief

Um ein gesundes Raumklima am Arbeitsplatz zu erzeugen, muss die Raumluft zirkulieren. Wird nur selten – und dann auch nur vereinzelt und raumweise – stoßgelüftet, und gibt es vor Ort auch kein selbsttätiges Lüftungssystem, wird es im Büro früher oder später stickig. Die Luft kommt regelrecht zum Stillstand. Ein effektiver Weg zur Vermeidung stehender (und damit bald abgestandener) Luft ist das Querlüften. Hierzu öffnen Sie einander diagonal gegenüberliegende Fenster für einige Minuten. Achten Sie allerdings auf den Luftzug, der sich dabei einstellt. Sind Mitarbeiter*innen einem zu starken Luftstrom ausgesetzt, drohen schnell eine Erkältung und Muskelverspannungen, vor allem im Nackenbereich. Eine Luftgeschwindigkeit von 0,1 Metern pro Sekunde gilt als ideal.

Luftqualität Arbeitsplatz: Alles Schädliche muss raus

Feinstaub, Schadstoffe, Nikotin, aber auch Krankheitserreger und Schimmelsporen verringern die Qualität der Büroluft und beeinträchtigen das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter*innen. Genügt das regelmäßige Lüften allein nicht für ein gesundes Raumklima am Arbeitsplatz, kann ein spezieller Luftfilter Abhilfe verschaffen – zum Beispiel ein Aktivkohlefilter, ein Feinstaubfilter oder ein Ionisationsgerät.

Hinweis: Ist das Raumklima am Arbeitsplatz dauerhaft minderwertig, kann das bei Mitarbeitern*innen zum sogenannten Sick-Building-Syndrom führen. Diese gebäudebezogene Gesundheitsstörung äußert sich unter anderem in Erschöpfung, Schwindel oder einer erhöhten Reizbarkeit. Zwar verfliegen die Symptome meist, sobald die betroffene Person das Gebäude verlässt. Handelt es sich dabei aber um den Arbeitsplatz und somit den Ort, an dem man zwangsläufig regelmäßig viel Zeit verbringt, gilt es dringend, gegenzusteuern und das Raumklima zu optimieren, um dauerhafte Belastungen zu vermeiden.

So optimieren Sie das Raumklima am Arbeitsplatz

Das Raumklima am Arbeitsplatz können Sie durch verschiedene konkrete und meist gut umsetzbare Maßnahmen verbessern:

  • Es ist kein Geheimnis, dass Pflanzen für das Raumklima sehr wertvoll sind. Sie sind es sogar gleich in zweifacher Weise: Die grünen Kraftwerke erhöhen den Sauerstoffgehalt im Raum und binden zugleich Schadstoffe. Besonders gut gelingt das unseren Top-10-Büropflanzen.
  • Drucker oder Kopierer belasten die Luft im Büro mit Schadstoffen. Bringen Sie die Geräte aber in einem separaten Kopierraum unter, reduzieren Sie die Schadstoffkonzentration in den Arbeitsräumen und verbessern das Raumklima am Arbeitsplatz.
  • Trennwände sind nicht nur in Ausnahmesituationen – wie aktuell etwa zum Schutz gegen eine Corona-Infektion – eine sinnvolle Installation, sie schirmen Mitarbeiter*innen außerdem gegen Zugluft ab.
  • Um Erkältungen infolge von Zugluft vorzubeugen, sollten Klimaanlagen nie direkt auf Mitarbeiter*innen gerichtet sein.
  • Damit die Luft im Büro zirkulieren kann, ist neben regelmäßigem Lüften auch die Positionierung der Büromöbel relevant. Ein gutes Raumklima am Arbeitsplatz ist gewährleistet, wenn Möbel nicht direkt an den Wänden stehen, sondern stets einige Zentimeter Platz lassen – so staut sich etwa Feuchtigkeit nicht zwischen Möbeln und Steinwänden beziehungsweise Tapeten.
  • Ist die Geruchsbelastung in Ihrem Büro hoch, verbessern sowohl Luftfilter als auch Aroma-Diffuser die Arbeitsatmosphäre.
  • In Büros mit starker Feinstaubbelastung empfiehlt sich das regelmäßige Nasswischen von Böden und Oberflächen.
  • Ventilatoren unterstützen die Luftzirkulation im Raum. An heißen Sommertagen erzielen sie außerdem einen angenehmen Kühleffekt auf der Haut.

Hinweis: Möchten Sie für Ihre Mitarbeiter*innen ein rundherum ergonomisches, freundliches Büro  erschaffen, das beim täglichen Arbeiten die Motivation fördert, können auch eine geschickt gewählte Farbgebung für das Interieur sowie eine clevere Beleuchtung wahre Wunder wirken.

Das Raumklima am Arbeitsplatz: Unabdingbar für ein ganzheitliches Bürokonzept

Ein angenehmes Raumklima am Arbeitsplatz zu erzeugen, muss letztlich gar nicht so schwer sein. Bereits simple Maßnahmen wie regelmäßiges Stoßlüften und der Einsatz von Grünpflanzen erzielen einen enorm positiven Effekt. Ganz besonders aber wertet eine geschickte Büroeinrichtung nach einem durchdachten Konzept, das Luftfeuchtigkeit und -bewegung, Temperaturregulierung und Feinstaubbelastung berücksichtigt, die Atmosphäre in Ihrem Büro auf. Mit einem ganzheitlich greifenden Ansatz bringen Sie ein Ambiente in Ihr Büro, das die besten Voraussetzungen für hervorragende Leistungen Ihrer Mitarbeiter*innen schafft.