Hygienekonzept fürs Büro: Darauf kommt es in Corona-Zeiten an

Ein coronagerechtes Hygienekonzept im Büro umzusetzen, ist nicht einfach.

Sicherheitsabstand im Büro

Fehlendes Arbeits-Equipment, ein Ungleichgewicht in der Work-Life-Balance, ein Mangel an kreativem Austausch mit den Kollegen – erschien das Home-Office vielen Arbeitnehmern zu Beginn der Pandemie als bequeme Alternative zum Arbeitsplatz im Büro, macht sich mittlerweile die Kehrseite des heimischen Arbeitens deutlicher bemerkbar. Umso mehr stehen Unternehmensführer und Personaler vor der Frage, wie sich ein coronagerechtes Hygienekonzept im Büro realisieren lässt. Grundsätzlich gilt es:

  • Mindestabstände von 1,5 Metern zwischen Personen zu wahren,
  • Mitarbeiter*innen über Handwaschregeln sowie allgemeine Hust- und Niesetiketten zu informieren,
  • Anwesenheiten sorgfältig zu dokumentieren,
  • Arbeitsflächen regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren,
  • Menschenansammlungen (etwa in Wartebereichen) zu vermeiden und
  • gegebenenfalls Mund-Nasen-Bedeckungen für Mitarbeiter*innen anzubieten.

 

Damit die ganzheitliche Umsetzung effektiv gelingt, bieten sich verschiedene konkrete Maßnahmen an:

1. Coronagerechtes Hygienekonzept im Büro: Zeitliche Versetzung

Die Wahrung eines Mindestabstands von 1,5 Metern ist ein zentraler Aspekt der vorgeschriebenen Regeln und sollte im Hygienekonzept fürs Büro unbedingt berücksichtigt werden. Arbeiten in Ihrem Büro viele Personen dicht beisammen, gewährleisten Sie die Abstandswahrung beispielsweise durch ein zeitlich versetztes Arbeiten. So könnten Sie Ihr Team etwa in zwei Gruppen teilen: eine erste, die in der Frühschicht vor Ort arbeitet, und eine zweite, die das Büro in der Spätschicht besetzt. Auch tage- oder wochenweise Wechsel der Office- und Home-Gruppen sind eine einfach umzusetzende Maßnahme. Auf diese Weise haben Ihre Mitarbeiter*innen mehr Optionen, sich in sicheren Abständen zueinander im Raum zu verteilen.


Ähnliches gilt für Wartebereiche – beispielsweise bei der Essensaus- und Geschirrrückgabe im Mitarbeiterrestaurant – sowie für gemeinschaftlich genutzte Raume wie Küche und Bad. Auch hier sollten Sie Vorkehrungen treffen, um den geforderten Sicherheitsabstand im Büro umzusetzen. Bewährte Mittel sind in diesen Fällen Abstandmarkierungen sowie das gut sichtbare Kennzeichnen von Sitzbereichen.

Hinweis: Optimal lassen sich die Abstandsregeln einhalten, wenn Sie über Einzelbüros verfügen. Besonders gefährdeten Mitarbeitern*innen schafft das einen geschützten Raum, der über jegliches benötigte Arbeitsmaterial verfügt. Steht in Ihrem Unternehmen ein umfassender Umbau an, kann es sich deshalb lohnen, in der Planung Einzelbüros vorzusehen. In den Zeiten nach der Pandemie eignen sich diese – mit passenden Büromöbeln ausgestattet – hervorragend dazu, um das Büro in Zonen einzuteilen und so etwa Ruhebereiche oder Brainstorming-Ecken einzurichten.

2. Trotz Abstand nahe: Bürotrennwände und Raum-in-Raum-Systeme

Insbesondere wenn Ihr Unternehmen stark auf die unmittelbare Kommunikation und Interaktion mit Kunden oder Partnern ausgerichtet ist, lassen sich die Corona-Maßnahmen selbst mit einem guten Hygienekonzept im Büro oft schwieriger realisieren. Ist die Verlagerung des persönlichen Gesprächs auf digitale Plattformen keine oder nur eingeschränkt eine Option, schaffen transparente Trennwände im Büro Abhilfe. Schutzscheiben aus Plexi- oder Acrylglas – wie sie auch in Bussen und an Supermarktkassen mittlerweile verstärkt zum Einsatz kommen – sind überaus beständig, ermöglichen Mitarbeitern*innen das Arbeiten ohne Maske und minimieren das Risiko von Corona-Ansteckungen durch Tröpfchenübertragung.

Hinweis: Arbeiten Sie an höhenverstellbaren Schreibtischen, sollten Sie darauf achten, dass die Trennwände auch beim Hoch- und Runterfahren weiterhin ihre Schutzfunktion gewährleisten.

Vor allem in großflächigen Räumlichkeiten verschafft Ihnen außerdem die Einrichtung von sogenannten Raum-in-Raum-Systemen geschlossene Sicherheitszonen zum Arbeiten. Solche Raum-in-Raum-Systeme sind natürlich deutlich aufwendiger in der Anschaffung als eine einfache Hygienewand. Auf lange Sicht stehen Ihnen in der Nach-Corona-Zeit jedoch vielfältige Möglichkeiten zur Umfunktionierung offen – zum Beispiel als Rückzugsort für Meetings oder Teambesprechungen.

 

 

Risikogruppen durch das Hygienekonzept im Büro schützen

Um Ihre Mitarbeiter*innen bestmöglich zu schützen, empfehlen sich die Einbindung eines Arbeitsschutzexperten sowie ein erweitertes Angebot arbeitsmedizinischer Vorsorge. Ein Betriebsarzt etwa klärt im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Vorsorge, welche Mitarbeiter*innen besonders gefährdet sind. Ihnen als Arbeitgeber *in oder Personaler*in gibt das eine solide Basis, um gegebenenfalls individuelle Schutzmaßnahmen umzusetzen – das kann etwa ein Tätigkeitswechsel sein, der den Kontakt zu Kunden und Teammitgliedern minimiert.

Im Zuge der Zusammenarbeit mit einem Betriebsarzt bietet es sich außerdem an, Ihren Mitarbeitern*innen eine betriebliche Grippeschutzimpfung zur Verfügung zu stellen. Der Schutz vor der jährlichen Grippewelle senkt potenziell die Ausfallzeiten aufgrund langwieriger Krankheitsfälle und bewahrt Ihre Mitarbeiter*innen vor der zweifachen Bedrohung durch Grippe- und Coronavirus.

Erst rein, wenn alles rein ist! Reinigung – das A und O fürs Hygienekonzept im Büro

Klinken, Türgriffe, Teeküchen, Kopierer – die regelmäßige Reinigung von vielgenutzten Orten, Gegenständen und Oberflächen ist in Sachen Infektionsschutz entscheidend. Ein Reinigungsplan zeigt an, welche Bereiche wann zu säubern und zu desinfizieren sind. Darüber hinaus sollte Desinfektionsmittel an den Schreibtischen bereitstehen, sodass Ihre Mitarbeiter*innen Equipment wie Tastatur, Headset oder Maus vor beziehungsweise nach dem Gebrauch desinfizieren können.

Hinweis: Um die Gesundheit am Arbeitsplatz zu erhöhen, ist es gerade in Pandemiezeiten ratsam, Ihren Mitarbeiter*innen deutlich zu kommunizieren, dass sie auch bei einem leichten Krankheitsgefühl besser ins Home-Office wechseln oder sich krankmelden, anstatt aus fehlgeleitetem Pflichtbewusstsein krank zur Arbeit zu kommen. So beugen Sie vermeidbaren Ansteckungen vor.

Last but not least: Regelmäßiges Lüften

Den Vorgaben der geltenden Corona-Regeln gemäß müssen Büroräume alle 60 Minuten stoßgelüftet werden, Besprechungsräume gar alle 20 Minuten. Doch wie ist in fensterlosen Büros zu verfahren? In solchen Fällen kann die Investition in ein Lüftungssystem sinnvoll sein. Damit tauschen Sie auch ohne Fenster verbrauchte und belastete Büroluft gegen frische Außenluft aus und gewährleisten so ein gesundes Raumklima.

Hygienekonzept im Büro: Anspruchsvoll, aber sehr wirksam

Angesichts der Corona-Pandemie ist die Etablierung eines Hygienekonzepts im Büro mehr denn je relevant – und ein Thema, um das besonders für Betriebsführer*innen und Personaler*innen kaum ein Weg herumführt. Mit einer ansprechenden und ergonomischen Büroausstattung als Basis und im Verbund mit einem umfassenden Hygienekonzept sind Sie bestens aufgestellt, um auch in der fortdauernden Krise eine Arbeitsumgebung zu kreieren, welche die Gesundheits-Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter*innen vollauf respektiert.