New-Work-Arbeitsplatz 2022: Die 4 wichtigsten Trends

Die Bürolandschaft hat sich während der letzten Jahre spürbar verändert – und doch befindet sie sich gerade erst am Anfang eines grundlegenden Umbruchs. Die entscheidende Frage dabei: Wie müssen Büroflächen designt sein, damit sich New Work am Arbeitsplatz bestmöglich umsetzen lässt? Als mögliche Antwort waren 2021 vor allem multifunktionale Konzepte im Gespräch. 2022 gewinnen darüber hinaus weitere Designüberlegungen an Relevanz. Die wichtigsten vier Trends stellen wir Ihnen in den folgenden Absätzen vor:

New Work am Arbeitsplatz – diese Einrichtungstrends treiben die Entwicklung voran

#1 Moos-Objekte, Living Walls und mehr – der New-Work-Arbeitsplatz 2022 wird grün

Nachhaltigkeit rückt in vielen Unternehmen in diesem Jahr noch weiter nach oben auf der Prioritätenliste – angefangen bei der Nachhaltigkeit der Einrichtung bis hin zu nachhaltig(er)en Prozessen und möglichst grünen IT-Lösungen. Es ist absehbar, dass dieser Trend anhalten dürfte. Schließlich wird Nachhaltigkeit aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins vieler Menschen immer stärker von Unternehmen erwartet. In puncto Einrichtung erfreuen sich neben Möbeln aus emissionsarmen Materialien vor allem Pflanzen großer Beliebtheit. Sie bringen Lebendigkeit ins Ambiente, fördern ein gesundes Raumklima und tragen zu einer Arbeitsumgebung bei, in der die Aufgaben leicht von der Hand gehen.

Tipp: Sie wollen Ihre Einrichtung nachhaltiger gestalten? Dann hilft Ihnen das europäische LEVEL-Zertifikat dabei, die passenden Büromöbel auszuwählen. Unser Beitrag zu den angesagtesten Büropflanzen zeigt Ihnen zudem, welche Grünpflanzen besonders gut für das Raumklima sind.

#2 Der New-Work-Arbeitsplatz der Zukunft ist ein „Place to be“

Für viele Arbeitnehmer*innen, die in Lockdownzeiten monatelang im Home-Office gearbeitet haben, hat die Arbeit im Firmenbüro einen neuen Stellenwert gewonnen. Bestimmen am heimischen Schreibtisch oft fokussierte Einzelarbeit und virtuelle Besprechungen den Tag, bietet das Firmenbüro Gelegenheit zur ungefilterten sozialen Interaktion und zur persönlichen Begegnung mit den Kolleg*innen. Hinzu kommt, dass sich bei vielen Menschen die Vorstellungen von der Ästhetik von Büros während der Zeit im Home-Office verändert haben. Wohnliche Aspekte rücken in den Fokus.

Um das Zusammenzukommen und Zusammenarbeiten im Büro zu fördern und zudem ein Stück Wohnlichkeit ins Büro zu bringen, spielen Konzepte mit Aufenthaltscharakter eine größere Rolle. Sitztreppen beispielsweise bieten am New-Work-Arbeitsplatz der Zukunft einen Ort zum informellen Austausch. Design-Elemente aus dem Wohnbereich wie Sofas und Sessel sorgen für Gemütlichkeit und machen das Büro zu einem „Place to be“.

Tipp: Trennwände und eine klare Raumaufteilung sorgen dafür, dass auch konzentriertes Arbeiten weiterhin problemlos möglich ist.

#3 Virtuelle und physische Räume als Einheit

Hybrides Arbeiten wird höchst wahrscheinlich auch nach der Pandemie in vielen Firmen teilweise erhalten bleiben. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Büroflächen weiter auf die Anforderungen dieser Arbeitsform ausgerichtet werden. Flexibilität und multifunktionale Räume sind wichtige Stichworte. Und die Technik ist ebenfalls von Bedeutung: Die Entwicklung hin zu mehr New Work am Arbeitsplatz ebnet den Weg für die Einführung noch innovativerer Technologien. Gedacht sei zum Beispiel an Virtual Reality und Augmented Reality – nach Metas „Metaverse“ sind beispielsweise auch für Microsoft Teams virtuelle Meetingräume mit Avataren angekündigt worden:



#4. Neurodiversity – das Büro als Raum zur Entfaltung für jedes Teammitglied

Mit der wachsenden Tendenz zu mehr Diversity in Unternehmen gibt es zugleich eine Bewegung hin zu mehr Neurodiversität am Arbeitsplatz. Neurodiversität bezieht sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Menschen mit neurodiversen Erkrankungen wie ADHS, Autismus, Dyspraxie und Legasthenie. Um das Büro zu einem Ort zu machen, an dem alle Mitarbeitenden ihr volles Potenzial entfalten können, werden mittlerweile weitere Facetten von Diversity bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes berücksichtigt – zum Beispiel soziale Diversität.

Hinweis: Möchten Sie Ihr Büro ideal auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter*innen zuschneiden, sollten Sie das ganze Team bei der Planung einbeziehen. So entwickeln Sie schnell ein Bewusstsein dafür, welche Wünsche bestehen und bei der Konzeptionierung unbedingt bedacht werden sollten. Um verschiedenen Anforderungen gleichermaßen gerecht zu werden, kann eine Aufteilung der Bürofläche in Zonen sinnvoll sein. Je nach gewünschter Atmosphäre erzielen Sie in den verschiedenen Bereichen mit der durchdachten Verwendung von Farben passende Effekte. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Farbenpsychologie.

New Work am Arbeitsplatz – es bleibt spannend

Von Nachhaltigkeit und Diversity bis hin zu Virtual Reality und Büros mit Wohn-Elementen – 2022 hält für die Büromöbelbranche einige Trends bereit, die New Work am Arbeitsplatz der Zukunft prägen könnten. Welche Ideen sich dauerhaft etablieren werden, ist noch nicht abzusehen. Fest steht: Es bleibt spannend, in welche Richtung sich die Bürolandschaft weiter verändern wird.